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Laika - Club e.V.
Satzung

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr 3
§ 2 Zweck und Aufgaben des Clubs 3
§ 3 Organisationsrichtlinien 5
§ 4 Organe 5
§ 5 Vorstand 5
§ 6 Mitgliederversammlung 7
§ 7 Mitgliedschaft 10
§ 8 Mitgliedsbeiträge 11
§ 9 Verwaltung des Vereinsvermögens 12
§ 10 Kassenprüfung 12
§ 11 Auflösung des Vereins 12


§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr


(1) Der Verein führt den Namen „Laika – Club e.V.“ (nachfolgend auch „Laika-Club“ genannt). Der Verein wurde am 16.06.1990 gegründet und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Güstrow un-ter 5 VR 665 eingetragen.
(2) Der Sitz des Vereins ist in 17168 Jördenstorf.
(3) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 


§ 2 Zweck und Aufgaben des Clubs


(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Rein- und Leistungszucht sowie die Verbreitung der Rassen Russisch- Europäischer Laika (F.C.I.- Standart Nr. 304), Ostsibirischer Laika (F.C.I.- Standart Nr. 305) und Westsibirischer Laika (F.C.I.- .Standart Nr. 306) - nachfolgend „ Laika“ genannt - insbesondere in Jägerkreisen. Bis zur Erreichung des erforderlichen Zuchtpotentials ent-sprechend den Anforderungen des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e. V. (nachfolgend auch „VDH“ genannt), erfolgt für die Rasse Ostsibirische Laika nur die leistungsmäßige, aber nicht die züchterische Betreuung. Es besteht die Absicht, die „Laika“ zu erhalten und ihren Ge-brauchs- und Leistungswert in der jagdlichen Praxis zu vertiefen.
(2) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(3) Der Satzungszweck wird insbesondere erreicht durch die Förderung der Jagd- Gebrauchshun-derassen „Laika“ sowie die Förderung der Arbeit mit dem Hund und die Förderung des Tier-schutzgesetzes und seiner berufenen Organisationen im In- und Ausland unter besonderer Berücksichtigung des Hundewesens.
(4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(5) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
(6) Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Aus-gaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(7) Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig. Jeder Beschluss über die Änderung der Satzung ist vor dessen Anmeldung beim Registergericht dem zuständigen Finanzamt vorzulegen.
(8) Bei Wegfall des bisherigen gemeinnützigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an eine gemeinnützige Organisation der Jagd und des Jagdhundewesens, bevorzugt an den Jagdgebrauchshundverband e.V. mit Sitz in Bonn.
(9) Zur Erreichung seines Zweckes stellt sich der Laika-Club folgende Aufgaben:
1. Verbreitung von Kenntnissen über den Rassestandard und das Leistungsvermögen der „Laika“;
2. Herausgabe einer Zuchtordnung für reinrassige Zucht von „Laika“ nach Leistung und Form, nach Standard der Fédération Cynologique Internationale (nachfolgend auch „FCI“ genannt), als bindende Richtlinie für alle Mitglieder;
3. Veranstaltung und Förderung von Prüfungen und Zuchtschauen im In- und Ausland unter Beachtung der Richtlinien des Jagdgebrauchshundverbandes e.V. (nachfolgend auch „JGHV“ genannt), des VDH und der FCI;
4. Mitgliedschaft im JGHV, des VDH und der FCI und Wahrung der Interessen des Laika-Clubs im JGHV, im VDH und in der FCI;
5. Zuchtlenkung, Planung und Zuchtberatung. Auswahl geeigneter Zuchthunde mit eventuell auch höheren rassespezifischen Ansprüchen an Leistung und Form, als andere Jagdhunderassen im JGHV;
6. Züchterische Auswertung der Leistungs- und Formwerte, der Nachzuchtbeurteilungen und ih-rer Ergebnisse;
7. Zusammenarbeit mit allen die „Laika“ betreuenden Vereinen im In- und Ausland, soweit sie der F.C.I. angehören oder in Verbindung zur F.C.I. stehen;
8. Aus- und Weiterbildung von Leistungs- und Zuchtrichtern entsprechend den Richtlinien des JGHV oder des VDH zu Verbandsrichtern;
9. Förderung der Verbandsmitteilungsblätter „Der Jagdgebrauchshund“ und „Unser Rassehund“.
(10) Die Aufgabenwahrnehmung ist in einzelnen Ordnungen gesondert aufgelistet und geregelt. Zu diesem Zweck hat der Laika Club e.V. die nachfolgenden Ordnungen erlassen:
 Zuchtordnung,
 Zuchtzulassungsordnung,
 Zuchtwartordnung,
 Zuchtschauordnung,
 Zuchtrichterordnung,
 Prüfungsordnung,
 Gebührenordnung,
 Wahlordnung,
 Haushalts- und Kassenordnung.
Die Zuchtordnung, die Prüfungsordnung und die Schiedsgerichtsordnung sind Bestandteile der Satzung.

 


§ 3 Organisationsrichtlinien


(1) Der Laika-Club ist Mitglied im JGHV, VDH und FCI. Er anerkennt für sich und seine Mitglieder die Satzung, Disziplinar- und Verbandsgerichtsordnung des JGHV. Der Laika-Club ist eine offene Organisation.
(2) Bei Änderung genannter Regularien passt der Laika-Club seine Satzung bzw. Ordnungen inner-halb von 24 Monaten oder der vorgegebenen Frist an. Entgegenstehende Bestimmungen werden in der Zeit der Angleichung nicht mehr angewendet.
(3) Der Laika Club unterwirft sich in Gänze den Regularien des VDH und erkennt den Verbandsrechtsweg des VDH an. Solange der Laika. Club über keine eigene Schiedsgerichtsordnung verfügt, ist in diesem Falle seinen Mitgliedern der Verbandsrechtsweg des VDH oder des JGHV eröffnet.

 


§ 4 Organe


(1) Organe des Vereins sind:
1. der Vorstand,
2. die Mitgliederversammlung.
(2) Die Mitgliederversammlung kann die Bildung weiterer Vereinsorgane oder Gremien beschließen.

 


§ 5 Vorstand


(1) Der Vorstand besteht aus sechs Personen (Gesamtvorstand):
a) dem Vorsitzenden,
b) dem Stellvertretenden Vorsitzenden,
c) dem Geschäftsführer,
d) dem Hauptzuchtwart und Zuchtbuchführer,
e) dem Schatzmeister,
f) dem Obmann für Prüfungswesen.
(2) Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzenden bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB (Vertretungsvorstand). Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsit-zenden oder durch den stellvertretenden Vorsitzenden vertreten.
(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt. Bis zu einer Neuwahl bleibt der Vorstand im Amt. Scheidet ein Mitglied während der Amtszeit aus, kann der Gesamtvorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen wählen.
(4) Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und erledigt alle Verwaltungsaufgaben, soweit sie nicht durch die Satzung oder Gesetz einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
b) die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlung. Die Leitung der Mitgliederversammlung durch den Vorsitzenden oder den stellvertretenden Vorsitzenden,
c) die Aufstellung des Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes,
d) die Aufnahme und Mitwirkung beim Ausschluss von Mitgliedern,
e) Abschluss und Beendigung von Arbeitsverträgen.
(5) Dem Stellvertretenden Vorsitzenden obliegt die Koordinierung der Zusammenarbeit mit dem Hauptzuchtwart und dem Obmann für das Prüfungswesen.
(6) Der Geschäftsführer ist für die Haushaltsführung des Laika-Club und die administrative Arbeit, insbesondere in der Zusammenarbeit mit dem JGHV, verantwortlich.
(7) Als Hauptzuchtwart ist nur ein Zuchtwart des Laika Clubs wählbar. Der Hauptzuchtwart ist für die Einhaltung der Zuchtordnung, die Führung des Zuchtbuches, des Registers, der Hundekartei, das Zuchtregister, die Organisation und Durchführung von Zuchtschauen und die Ausstellung von Ahnentafeln verantwortlich. Ihm obliegen darüber hinaus die Bestätigung von Zwinger-schutzanträgen und die Auswertung der Nachzuchtbeurteilungen sowie der Wurfabnahmen sowie die Ausbildung der Zuchtwartanwärter und die Fortbildung der Zuchtwarte.
(8) Der Schatzmeister führt die laufenden Geldgeschäfte des Laika Clubs. Ihm obliegt die Aufstel-lung des Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, die Buchführung und die Erstellung des Jahresberichtes. Die Tätigkeit des Schatzmeisters unterliegt der Kontrolle des Vorstandes und den gewählten Kassenprüfern. Der Haushaltsplan und der Jahresbericht sind durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen.
(9) Der Obmann für Prüfungswesen trägt die Verantwortung für die Organisation und Koordinierung des gesamten Prüfungswesens. Er hat die Bekanntgabe der Ergebnisse der Prüfungen zu sichern. Darüber hinaus zeichnet er verantwortlich für die Ausbildung der Leistungsrichteranwärter.
(10) Zu den Aufgaben der Vorstandsmitglieder gehört es, dem Vorstand Durchführungsbestimmungen über die Auslegung und Anwendung der ihr Ressort betreffende Ordnungen des Laika Clubs zur Genehmigung vorzuschlagen. Die durch den Vorstand beschlossenen Durchführungsbestimmungen zu Ordnungen und der Zeitpunkt ihres jeweiligen Inkrafttretens, werden den Mitgliedern in den Clubinformationen bekannt gegeben.
(11) Der Vorstand ist in seinen Sitzungen beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen und min-destens drei Mitglieder anwesend sind.
(12) Die Einladung erfolgt schriftlich oder in Textform durch den Vorsitzenden oder bei dessen Ver-hinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden – auch in Eilfällen – spätestens eine Woche vor der Sitzung. Der Mitteilung einer Tagesordnung bedarf es nicht.
(13) Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder bei dessen Abwesenheit die des stellvertretenden Vorsitzenden, der die Vorstandssitzung leitet.
(14) Die Beschlüsse sind in ein Protokollbuch einzutragen und vom Sitzungsleiter zu unterschreiben. Die Eintragungen müssen enthalten:
 Ort und Zeit der Sitzung,
 die Namen der Teilnehmer und des Sitzungsleiters,
 die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse.
(15) Sofern kein Mitglied des Vorstands widerspricht, können Beschlüsse auch außerhalb von Vor-standssitzungen, und zwar schriftlich (Umlaufverfahren), per Telefax, per Telefon oder via E-Mail getroffen werden. Die Unterlagen über die Beschlussfassung sind als Anlage in dem Protokollbuch zu verwahren.
(16) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

 


§ 6 Mitgliederversammlung


(1) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für alle Aufgaben, soweit sie nicht dem Vorstand oder anderen Vereinsorganen obliegen. Sie ist ausschließlich zuständig für folgende Angelegenhei-ten:
a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes für das nächste Geschäfts-jahr,
b) Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes, des Rechnungsprüfungsberichtes der Rechnungsprüfer, Entlastung des Vorstandes,
c) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit des Mitgliedsbeitrages,
d) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes,
e) Änderung der Satzung,
f) Änderung der weiteren Vorschriften und Ordnungen gem. § 2 Abs.10,
g) Auflösung des Vereins,
h) Entscheidung über die Beschwerde gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrages,
i) Ausschluss eines Vereinsmitgliedes,
j) Ernennung von Ehrenmitgliedern,
k) Wahl der/des Rechnungsprüfer/s und Entgegennahme des Rechnungsprüfungsberichtes der Rechnungsprüfer.
(2) Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich statt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn
 der Vorstand die Einberufung aus dringenden wichtigen Gründen beschließt oder
 ein Viertel der Mitglieder schriftlich unter Angabe der Gründe die Einberufung vom Vorstand verlangt.
(3) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzenden schriftlich oder in Textform unter Einhaltung einer Frist von mindestens vier Wochen un-ter Angabe der Tagesordnung einberufen. Der Fristablauf beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die dem Vertretungsvorstand zuletzt bekannt gegebene Anschrift gerichtet wurde.
(4) Jedes Mitglied kann bis spätestens zum 31.12. des laufenden Kalenderjahres für die darauffol-gende Mitgliederversammlung Anträge zur Beschlussfassung in schriftlicher Form beim Vorstand des Vereins einreichen. Danach und in der Mitgliederversammlung gestellte Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung können nur durch Entscheidung der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit zugelassen werden. Beschlüsse über Satzungsänderungen aufgrund einer ergänzten Tagesordnung sind ausgeschlossen.
(5) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden, bei dessen Verhinderung von dem stellvertretenden Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von einem anderen Mitglied des Vor-standes geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Versammlung den Leiter.
(6) Für die Dauer der Durchführung von Vorstandswahlen wählt die Mitgliederversammlung einen Wahlausschuss.
(7) Der Protokollführer wird vom Versammlungsleiter bestimmt.
(8) Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann Gäste zulassen. Über die Zulassung und die Erteilung des Rederechts beschließt die Mitgliederversammlung, ebenso über die Zulassung von Presse, Rundfunk und Fernsehen sowie einen Internet-Auftritt.
(9) Jedes Mitglied hat eine Stimme. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt.
(10) Ist ein Mitglied an der Teilnahme an der Mitgliederversammlung persönlich verhindert, ist eine schriftliche Stimmabgabe zu den in der Einladung zur Mitgliederversammlung vorliegenden Be-schlussvorlagen zulässig. Die schriftliche Stimmabgabe muss das Datum, den lesbaren Namen und die Unterschrift des Mitglieds enthalten. Wie bei der persönlichen Stimmabgabe, kann mit "ja", "nein" oder "Stimmenthaltung" abgestimmt werden. Wird nur der Wortlaut, aber nicht der In-halt eines Antrages auf der Mitgliederversammlung verändert, behält die schriftliche Stimmabga-be ihre Gültigkeit. Dies gilt nicht für Beschlussvorlagen, welche die Änderungen der Satzung und der Ordnungen des Vereins zum Ziel haben. Wird der Inhalt einer Beschlussvorlage maßgeblich verändert, so verliert die schriftliche Stimmabgabe ihre Gültigkeit. Auf der Mitgliederversamm-lung zählt ansonsten nur die persönliche Stimmabgabe.
(11) Für Änderungen der Satzung, anderer Ordnungen und Bestimmungen des Vereins, ist eine 3/4 Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, für die Änderung des Vereinszwecks und die Auf-lösung des Vereins eine solche von 4/5 erforderlich.
(12) Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Etwas anderes gilt dann, wenn min-destens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder ein anderes Stimmrechtsverfahren verlangt.
(13) Die Mitglieder des Vorstandes werden einzeln gewählt, zuerst der Vorsitzende, dann der stellver-tretende Vorsitzende und zuletzt die übrigen Mitglieder. Es gilt der Kandidat als gewählt, der mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Ist diese Stimmenzahl nicht erreicht worden, findet im zweiten Wahlgang eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten statt, die die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Versamm-lungsleiter durch Ziehung eines Loses.
(14) Das Versammlungsprotokoll ist von dem Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unter-zeichnen. Es muss enthalten:
 Ort und Zeit der Versammlung,
 Name des Versammlungsleiters und des Protokollführers,
 Zahl der erschienenen Mitglieder,
 Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit,
 die Tagesordnung,
 die gestellten Anträge, das Abstimmungsergebnis (Zahl der Ja-Stimmen, Zahl der Nein-Stimmen, Enthaltungen, ungültigen Stimmen), die Art der Abstimmung,
 Satzungs- und Zweckänderungsanträge,
 Beschlüsse, die wörtlich aufzunehmen sind.
Die Protokolle werden bei dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied archiviert.
(15) Die Mitgliederversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben.

 


§ 7 Mitgliedschaft


(1) Mitglied des Vereins kann jede volljährige Person werden. Züchter von „Laika“ sollen Mitglieder im Laika-Club sein.
(2) Der Laika-Club besteht aus:
 Ordentlichen Mitgliedern,
 Ehrenmitgliedern,
 Assoziierten Mitgliedern.
(3) Ordentliches Mitglied kann jeder Züchter, Führer und Freund der „Laika“ werden, der die Grund-sätze und die Ordnung des Vereins anerkennt.
(4) Die Mitgliederversammlung kann solche Personen zu Ehrenmitgliedern ernennen, die sich be-sonders im Verein und auf kynologischem Gebiet verdient gemacht haben. Ehrenmitglieder ha-ben in der Mitgliederversammlung Sitz und Stimme.
(5) Assoziierte Mitglieder können Ehepartner oder Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren sein, jedoch ohne Stimmrecht.
(6) Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Darüber entscheidet der Vorstand.
(7) Gegen eine ablehnende Entscheidung kann innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Beschwerde eingelegt werden, über die von der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung entschieden wird. Die Beschwerdeentscheidung wird schriftlich zugestellt.
(8) Personen, die einem anderen VDH-Mitgliedsverein rechtskräftig ausgeschlossen wurden, können nur nach vorheriger Anhörung des ausschließenden Vereins aufgenommen werden.
(9) Ein Anspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht.
(10) Mit dem Beitritt eines Mitglieds nimmt der Verein Daten wie z.B. Adresse, Alter, Bankverbindung auf. Diese Informationen werden im vereinseigenen IT-System gespeichert. Jedem Vereinsmitglied wird dabei eine Mitgliedsnummer zugeordnet. Die personenbezogenen Daten werden dabei durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen vor der Kenntnisnahme Dritter geschützt. Sonstige Informationen zu den Mitgliedern werden von dem Verein grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur Förderung des Vereinszwecks nützlich sind (z.B. Speicherung von Telefon- und Faxnummern einzelner Mitglieder) und keine Anhaltspunkte bestehen, dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung oder Nutzung entgegensteht.
(11) Die Mitgliedschaft endet
a) mit dem Tod des Mitgliedes,
b) durch Austritt,
c) durch Ausschluss aus dem Verein.
(12) Der Austritt muss schriftlich gegenüber mindestens einem Mitglied des Vertretungsvorstandes oder dem Geschäftsführer erklärt werden. Er ist nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres möglich.
(13) Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in schwerwiegender Weise gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat, insbesondere, wenn das Mitglied:
 trotz einer schriftlichen Mahnung mit der Beitragszahlung länger als 12 Monate im Rückstand ist,
 gegen die Interessen des Vereins oder dessen Satzung oder Zuchtordnung verstoßen hat,
 die Grundsätze der Weidgerechtigkeit nicht achtet,
 Handlungen verschuldet, die dem Ansehen des Vereins und der Jägerschaft schaden.
(14) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Das betroffene Mitglied hat das Recht, binnen zwei Wochen ab Zugang der schriftlichen Mitteilung des Ausschlusses die Mitgliederversamm-lung anzurufen, spätestens zwei Wochen vor der nächsten Mitgliederversammlung. Der Anruf der Mitgliederversammlung muss schriftlich erfolgen. Er hat aufschiebende Wirkung. Die Mitglie-derversammlung entscheidet über den Ausschluss mit 2/3 Mehrheit.
(15) Die Entscheidung wird dem betroffenen Mitglied schriftlich mitgeteilt. Der Ausschluss wird wirksam mit dem Zugang der schriftlichen Mitteilung des Vorstandsbeschlusses oder der Entscheidung der Mitgliederversammlung.“
(16) Bei Beendigung der Mitgliedschaft besteht kein Anspruch auf einen Anteil am Vereinsvermögen.

 


§ 8 Mitgliedsbeiträge


(1) Die Mitglieder zahlen Mitgliedsbeiträge, deren Höhe und Fälligkeit in der Gebührenordnung des Vereins geregelt ist. Über die Gebührenordnung entscheidet die Mitgliederversammlung.
(2) Die Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.
(3) Der Mitgliedsbeitrag ist im 1. Quartal des laufenden Jahres als Jahresbeitrag zu entrichten.
(4) Der Aufnahmegebühr für jedes Mitglied wird in der Gebührenordnung geregelt.
(5) Rentner, Schwerbeschädigte, Jugendliche ohne eigenes Einkommen sowie arbeitssuchende Mitglieder können beim Vorstand einen Antrag auf Ermäßigung des Beitrages stellen.

 


§ 9 Verwaltung des Vereinsvermögens


(1) Das Vereinsvermögen wird vom Schatzmeister verwaltet.
(2) Der Vorstand bestimmt über die Verwendung und ist jährlich einmal in der Mitgliederversamm-lung rechenschaftspflichtig.
(3) Der Schatzmeister ist verpflichtet, den Vorstand auf Anfrage über den Stand des Vermögens zu unterrichten. Der Vorstand hat den Schatzmeister in allen finanziellen Angelegenheiten zu hören.
(4) Für Verfügungen über das Vereinsvermögen sind zwei Unterschriften erforderlich. Zeichnungsberechtigt ist jeweils ein Mitglied des Vorstandes gemeinsam mit dem Schatzmeister.
§ 10 Kassenprüfung
(1) Die Kassenführung ist nach Abschluss des Geschäftsjahres durch zwei Kassenprüfer zu prüfen. Die Kassenprüfer werden durch die Mitgliederversammlung anlässlich der Vorstandswahlen für jeweils 4 Jahre gewählt.
(2) Über die Kassenprüfung ist ein Protokoll anzufertigen, dass von beiden Kassenprüfern zu unterzeichnen ist und der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wird.

 


§ 11 Auflösung des Vereins


(1) Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der in § 7 geregelten Stimmenmehrheit beschlossen werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Die vorstehenden Vorschriften gelten entsprechend für den Fall, dass der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.
(2) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Jagdgebrauchshundverband e.V. mit Sitz in Bonn, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.


Allgemeine Ordnungsvorschriften für die Durchführung von Prüfungen des Laika-Club e.V.

Zweck der Prüfung

Die Prüfungen des Laika Club e.V. (im folgenden LC) dienen folgenden Zielen:

  • Feststellung und Bewertung von Anlagen und Leistungen der Hunde unter praxisnahen Prüfungsbedingungen
  • Überlassung der Ergebnisse zur weiteren Bearbeitung und Auswertung an die Zuchtbuchstelle des Clubs (Zuchttauglichkeit), an den Prüfungsobmann sowie zur Veröffentlichung

Voraussetzung für gewissenhafte und sorgfältige Durchführung sind große, gut mit Wild besetzte Feld- und Waldreviere mit für die jeweilige Prüfung notwendigen ausreichend großen Deckungsgebiete (Wald/Schilf/Feldfrucht/Ödland) und für die Wasserarbeit ein ausreichend großes Wassergelände mit Deckung.

Der Laika Club e. V. muss bei der Auswahl der Prüfungsreviere dafür Sorge tragen, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Zahl der für die Prüfung zugelassenen Hunde, hat mit den vorhandenen Revier- und Wildverhältnissen im Einklang zu stehen.

Allgemeine Bestimmungen

Der Laika Club e.V. richtet folgende Prüfungen aus:

Zuchtprüfung: umfasst die Anlagenprüfung im Feld, Wald und Wasser sowie die Überprüfung der Führigkeit, Schussfestigkeit, Wesensfestigkeit (Kreistest) und den allgemeine Gehorsam.

Gebrauchsprüfung: umfasst Schweißarbeit als Riemenarbeit, Todverbellen bzw. Tod- verweisen als Wahlfach, Bringen auf Haar- und Federwildschleppe im Feld, Verlorensuche und -bringen von Federwild, Waldsuche, Wasserarbeit mit Stöber- und Bringleistung, die Dressurfächer Ablegen mit Schießen, Leinenführigkeit, Verhalten auf dem Stand sowie Allg. Gehorsam.

Zulassung

Zur Prüfung zugelassen werden alle Hunde der Rassegruppe Laika, die im Zuchtbuch oder Register des LC eingetragen sind.

Die Ahnentafel ist dem Prüfungsleiter vor Prüfungsbeginn auszuhändigen.

Der Führer eines Hundes muss den Besitz eines gültigen Jagdscheines nachweisen.

Der Prüfungsleiter kann Ausnahmen in Einzelfällen zulassen, wenn sie aus züchterischen oder jagdlichen Gründen notwendig sind.

Die Führer, die einen Jagdschein besitzen, müssen auf den Prüfungen mit Gewehr und einer ausreichenden Menge an Munition ausgerüstet sein sowie den gültigen Jagdschein mitführen und auf Verlangen vorweisen.

Bei Jagdscheinentzug bzw. bei Nichtverlängerung es Jagdscheines wegen Unzuverlässigkeit durch die zuständige Behörde, ist die Führung eines Hundes aus züchterischen oder jagdlichen Gründen nicht möglich.

Besitzt der Hundeführer keinen gültigen Jagdschein, muss für den entsprechenden Hund der Versicherungsschutz gesondert nachgewiesen werden. Der Führer oder Besitzer eines Hundes haftet grundsätzlich für alle Schäden, die von dem auf der Prüfung geführten Hund verursacht werden.

Die geführten Hunde müssen entsprechend der ordnungsbehördlichen Vorschriften geimpft sein. Dieses ist durch Vorlage des Impfpasses nachzuweisen.

Kranke oder verletzte Hunde bzw. Hunde in einem schlechten Pflegezustand, sind durch die Prüfungsleitung auszuschließen.

Heiße Hündinnen sind dem Prüfungsleiter vor Prüfungsbeginn zu melden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeit anderer Hunde durch ihre Anwesenheit nicht beeinträchtig wird.

Das Führen von Hunden mit Dressurhilfen ist nicht gestattet.

Veranstaltung der Prüfung

Zur Ausrichtung der Prüfung für Laika ist nur der LC berechtigt. Er bestimmt Termin und Revier der Prüfung.

Zuchtprüfungen können im Frühjahr und im Herbst veranstaltet werden. An diesen Prüfungen können Hunde bis zum Alter von 24 Monaten teilnehmen. Ausnahmen können über den Vorstand beantragt und von diesem entschieden werden. Der Prüfungsleiter muss über diese Entscheidung bis zum Nennschluss schriftlich informiert werden.

Eine Gebrauchsprüfung darf nur im Herbst durchgeführt werden.

Die Ausschreibung zur Prüfung hat rechtzeitig (mindestens 6 Wochen vorher) zu erfolgen.

Nennung

Die Nennungen haben zu erfolgen, unter Wahrung der Meldefrist und sonstiger Bedingung, welche die Prüfungsleitung festsetzen kann, insbesondere Begrenzung der Anzahl teilnehmender Hunde.

Für die Anmeldung jedes Hundes ist das Nennformular des Jagdgebrauchshundeverbands zu verwenden.

Die Angaben auf dem Formblatt müssen mit der Ahnentafel des Hundes übereinstimmen und sind mit deutlich lesbarer Schrift auszufüllen.

Mit dem Einreichen des Nennformulars ist eine vollständige Kopie der Ahnentafel zur Nennung beizufügen.

Die Nennung zur Prüfung ist durch den Eigentümer oder den Führer des betreffenden Hundes einzureichen.

Die Nennung eines Hundes verpflichtet gleichzeitig zur Zahlung vom Nenngeld, auch wenn der betreffende Hund nicht zur Prüfung erscheint, es sei denn, die Nennung wird bis zum festgesetzten Nennschluss widerrufen. Falls das festgesetzte Nenngeld für einen Hund nicht bis zum Nennschluss eingegangen ist, besteht kein Anspruch auf Zulassung zur Prüfung.

Nenngeld ist Reuegeld.

Über die Zulassung von Hunden zur Prüfung, deren Nennung verspätet eingegangen ist, entscheidet der Prüfungsleiter. Bei Zulassung ist das doppelte Nenngeld zu entrichten.

Nichtmitglieder des LC zahlen doppeltes Nenngeld.

Die Übereinstimmung der Identität der zur Prüfung gemeldeten Hunde mit den zur Prüfung erschienenen Hunden, ist am Prüfungstag zu prüfen.

Eigentümer und Führer unterwerfen sich mit Abgabe der Nennung dieser Prüfungsordnung.

Ein Führer darf auf einer Prüfung nicht mehr als 2 Hunde führen.

Prüfungsleiter

Der Vorstand des LC bestimmt für jede Prüfung ein für die Vorbereitung und Durchführung verantwortlichen Prüfungsleiter.

Der Prüfungsleiter sollte möglichst ein Richter des LC sein. Ist dies nicht möglich, ist vom Prüfungsleiter, aus den anwesenden Richtern, ein Oberrichter zu benennen, der in strittigen Situationen den Prüfungsleiter unterstützt.

Der Prüfungsleiter kann bei der Organisation Hilfskräfte einsetzen.

Er darf auf der von ihm geleiteten Prüfung keinen Hund führen.

Er darf ebenfalls nicht als Richterobmann fungieren.

Dem Prüfungsleiter obliegen folgende Aufgaben:

  • Verantwortung für die Vorbereitung und Abwicklung der Prüfung einschließlich des gesamten Formularwesens.
  • Bereitstellung der fertigen Richterbücher bzw. Richterunterlagen
  • Ständige Anwesenheit während des Prüfungsablaufes
  • Zusammenstellung der Prüfungsunterlagen der einzelnen Gruppen zu einem Gesamtergebnis
  • Weiterleitung der erforderlichen Unterlagen binnen 3 Wochen an den Prüfungsobmann des Laika-Club e.V.
  • Mitwirkung bei der Entscheidung über Einsprüche, sofern er nicht betroffen ist.
  • Der Prüfungsleiter muss einschreiten bei Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
  • Es ist ihm gestattet, bei Ungereimtheiten die sich aus Prüfungsablauf und Auslegung der Prüfungsordnung ergeben, sowie bei Zeitverzug einzuschreiten.

Prüfungsrichter

Das korrekte Ergebnis jeder Prüfung hängt von der Qualifikation der Richter ab. Deshalb müssen alle Richter erfahrene Jäger und Hundeführer, sowie Verbandsrichter des Jagdgebrauchshundeverbands sein. Es sollten vorrangig Richter des LC eingesetzt werden. Die Richter werden vom Prüfungsleiter bestimmt. Alle Richter müssen mit den Bestimmungen der jeweiligen Prüfungsordnung genau vertraut sein.

Bei der Zuchtprüfung können bis 6 Hunde je Gruppe von 2 Richtern geprüft werden.

Bei der Gebrauchsprüfung umfasst eine Richtergruppe 3 Richter und max. 5 Hunde.

Aus jeder Richtergruppe wird ein erfahrener Richter durch den Prüfungsleiter zum Richterobmann ernannt.

Gerichtet wird nach freiem Ermessen im Rahmen der Prüfungsordnung.

Die festgestellten Prüfungsnoten sind im Zweifelsfall mit Mehrheit festzulegen.

Jeder Richter hat gleiches Stimmgewicht, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Richterobmannes.

Nach interner Meinungsbildung unter den Richtern, hat offenes Richten mit Bekanntgabe der Benotung und Darstellung der Leistung nach Abschluss des Faches bzw. der Fachgruppe innerhalb der Gruppe zu erfolgen. Es ist der Prüfungsleitung überlassen, ob eine Richtergruppe von denselben Richtern in allen Prüfungsfächern oder jeweils von den gleichen Richtern in den einzelnen Fachgruppen geprüft wird.

Vor jeder Prüfung soll eine Richterbesprechung unter Vorsitz des Prüfungsleiters oder eines erfahrenen Obmanns stattfinden, um die Richter auf möglichst gleiche Maßstäbe hinsichtlich der Prüfungsanforderungen, Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Durchführung, sowie der einheitlichen Beurteilung der Hunde, abzustimmen. Es ist höchste Aufgabe der Richter, nervenfeste, arbeitsfreudige, leichtführige und gehorsame Hunde mit ihren für den Jagdgebrauch notwendigen Eigenschaften und Leistungen festzustellen, und sie nervenschwachen, arbeitsunlustigen oder schwerführigen Hunden mit schlechtem Gehorsam voranzusetzen

Die Richtergruppe muss zur Schlussbesprechung der Richter die Noten für alle Hunde ihrer Gruppe festgelegt haben. Eine nachträgliche Änderung ist nicht zulässig.

Richterobmann

Der Richterobmann sollte nach Möglichkeit Richter des Laika Club e.V. sein.

Ihm obliegen folgende Aufgaben:

  • Koordinierung innerhalb der Gruppe
  • Verantwortung für den vorgegeben Ablauf
  • alleiniger Sprecher der Gruppe, es sei denn, er beauftragt einen Richter, und Verbindungsmann
  • Erstattung eines kurz gefassten mündlichen Berichts bei der Preisverteilung
  • Verantwortliche Führung der schriftlichen Unterlagen
  • Entgegennahme und Weiterleitung von Einsprüchen
  • Entscheidung bei Stimmengleichheit
  • Betreuung der Richteranwärter und Bearbeitung sowie Weiterleitung des Richtanwärterberichts an den Prüfungsobmann innerhalb von 4 Wochen nach erhalt

Gastrichter / Notrichter

Im Bedarfsfall können bei allen Prüfungsarten Richter, die vom Jagdgebrauchshundeverband für die erforderlichen Fachgruppen anerkannt sind, als Gastrichter eingesetzt werden. Diese müssen mit den Bedingungen dieser Prüfungsordnung vertraut sein.

Nur in Ausnahmefällen können Gastrichter, die bereits Erfahrungen mit dem Führen von Laikis oder mit dem Richten dieser, als Richterobmann eingesetzt werden. Dies bedarf der Genehmigung des Prüfungsobmannes des LC.

Bei kurzfristigem Ausfall eines Richters kann ein erfahrener Richteranwärter (in Ausnahmesituationen ein erfahrener Hundeführer) als Notrichter eingesetzt werden. In einer Richtergruppe dürfen nie mehr Notrichter, als Verbandsrichter eingesetzt werden.

Der Einsatz eines Notrichters ist schriftlich zu begründen.

Der Name des ausgefallenen Richters und eine Begründung, sind an den Prüfungsobmann zu senden.

Richteranwärter

Richteranwärter müssen in Besitz eines gültigen Richteranwärterausweises sein. Dieser ist vom Richterobmann einzusehen.

Die Richteranwärter sind den Richtergruppen zuzuordnen.

Es dürfen nicht mehr als 2 Richteranwärter gleichzeitig in einer Gruppe  eingesetzt werden.

Einschränkung

Es ist nicht zulässig, dass ein Richter auf einer Prüfung oder bei Leistungsnachweisen im Jagdbetrieb seinen eigenen, einen von ihm abgerichteten oder gezüchteten Hund bewertet.

Er darf außerdem keine Hunde von Züchtern, Führern oder Eigentümern richten, die mit ihm verwandt (bis 1. Grades), verheiratet oder verschwägert sind oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben.

Die Einschränkungen gelten auch für Nachkommen der ersten Generation seines eigenen Deckrüden. Das gleiche gilt für die Bezeugung von Leistungszeichen.

Richterbeleidigung

Wer einen Richter im Bezug auf, bzw. in Ausübung seines Ehrenamts beleidigt, kann vom Prüfungsleiter sofort von der weiteren Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

Er muss mit der Einleitung eines Ehrengerichtsverfahrens rechnen.

Jeder Versuch einer Entscheidung der Richter oder eine auf einen Einspruch erfolgte Entscheidung des Schiedsgerichtes nachträglich anzufechten, kann, ebenso wie jede die Unparteilichkeit der Richter angreifende unberechtigte Kritik, vom LC durch den Verlust der Mitgliedschaft oder das Verbot des Führens auf Veranstaltungen des LC auf Zeit oder für immer geahndet werden.

Einsprüche

Das Einspruchsrecht steht nur dem Führer eines auf der betreffenden Prüfung laufenden Hundes zu.

Der Einspruch beschränkt sich auf Fehler und Irrtümer des Veranstalters, des Prüfungsleiters, der Richter und Helfer in Vorbereitung und Durchführung der Prüfung.

Einwände gegen die Ermessungsfreiheit der Richter, können nicht Gegenstand des Einspruches sein; es sei denn, es handelt sich um Ermessensmissbrauch.

Die Einspruchsfrist beginnt mit Aufruf des Hundes und endet eine halbe Stunde nach Preisverteilung.

Mit dem Einspruch ist ein Betrag in Höhe des Nenngeldes zu hinterlegen, der verfällt, wenn sich der Einspruch als unbegründet erweist.

Über Einsprüche entscheidet ein Schiedsgericht an Ort und Stelle.

Das Schiedsgericht besteht aus:

  • anwesenden Mitgliedern des Clubvorstandes
  • 2 Richtern die in der Sache nicht beteiligt sind
  • dem Prüfungsleiter der in der Sache nicht beteiligt ist
  • einem Erfahrenen Hundeführer, der durch den Einspruchsberechtigten genannt wird

Das Schiedsgericht wählt den Vorsitzenden aus seinen Reihen. Beide Parteien sind zu hören; die getroffenen Entscheidung ist endgültig und zu protokollieren. Sie ist Bestandteil des Prüfungsberichtes.

Zurückziehen

Der Führer ist berechtigt, ohne Angaben von Gründen seinen Hund zurückzuziehen, solange dieser noch nicht in allen Fächern abschließend geprüft ist. Alle, bis zum Zurückziehen, gezeigten Leistungen des Hundes, auch nicht komplett erbrachte, müssen von den Richtern bewertet und in den Prüfungsunterlagen eingetragen werden.

Das Nenngeld ist damit verfallen.

Preise dürfen einem zurückgezogenen Hund nicht zugesprochen werden.

Reihenfolge

Die Reihenfolge der geprüften Hunde in der Gruppe, wird durch das Los festgelegt. Abweichungen (z.B. Hasenspur) können von den Richtern aus organisatorischen Gründen vorgenommen werden.

Wer bei Aufruf nicht zur Stelle ist, kann seinen Anspruch auf eine weitere Teilnahme an der Prüfung verlieren.

 

Ordnungsvorschriften

Alle an der Prüfung teilnehmenden Personen müssen den Anordnungen des Prüfungsleiters, der Richter und Ordner Folge leisten. Sie dürfen Führer und Hund nicht bei der Arbeit stören und dürfen die Richter nicht an der ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfung hindern.

Während der Arbeit eines Hundes, müssen die Zuschauer mindestens 50m hinter den Führern und den Richtern bleiben.

Die nicht zur Arbeit aufgerufenen Hunde, sind an der Leine zu führen, winselnde und sonstige lärmverursachende Hunde sind außer Hörweite des arbeitenden Hundes zu halten.

Von der Prüfung kann unter Verlust des Nenngeldes ausgeschlossen werden:

  • wer bei der Meldung seines Hundes wissentlich falsche Angaben macht
  • wer einen nicht zur Arbeit aufgerufenen Hund frei rumlaufen lässt
  • wer mit seinem Hund bei Aufruf nicht anwesend ist
  • Führer heißer Hündinnen, die sich nicht den diesbezüglichen Anordnungen des Prüfungsleiters oder der Richter fügen, bzw. die Hitze wissentlich verschweigen
  • Hundeführer, die durch ihr Verhalten, vor/während und nach der Prüfung dem Ansehen des Jagdgebrauchshundewesens schaden (Verstoß gegen Waidgerechtigkeit und Tierschutzbestimmungen, Beleidigungen von Richtern oder Vereinsfunktionären)
  • Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen

Bewertung

Die Richter haben bei der Abschlussbeurteilung der Arbeit des Hundes für die einzelnen Prüfungsfächer entsprechend den gezeigten Leistungen Prädikate festzulegen, innerhalb der Prädikate die Benotung vorzunehmen und diese auf ihrem Bewertungsbogen einzutragen. Die Benotung der einzelnen Fächer entscheiden am Ende über die Einstufung in den Preis.

Prädikat

Note

hervorragend

9

sehr gut

7-8

gut

5-6

genügend

3-4

mangelhaft

1-2

ungenügend

0

Die für die einzelnen Fächer erteilten Noten werden mit einer Fachwertziffer (FWZ) multipliziert, deren Höhe der Bedeutung des betreffenden Prüfungsfaches entspricht. Aus dieser Multiplikation ergibt sich die Urteilsziffer. Diese ist gleich der Punktzahl, nach deren Höhe die Platzierung des Hundes erfolgt.

Die für jeden Hund vergebenen Noten sind auf ein Formblatt zu übertragen, das von den jeweiligen Richtern der Gruppe und dem Prüfungsleiter zu unterschreiben ist. Die Anlagenkennziffern (AKZ) sind auf Zensurenblättern und Urkunden gesondert auszuweisen.

Das Prüfungsergebnis ist mit Ort und Datum in die Ahnentafel des Hundes einzutragen und vom Prüfungsleiter oder Obmann der Prüfungsgruppe mit Unterschrift zu bestätigen. Auch der nachgewiesen Laut eines Hundes ist auf dem Zensurenblatt und der Ahnentafel zu vermerken.

Die Eintragung in die Ahnentafel erfolgt bei allen Hunden, auch bei denen, die die Prüfung nicht bestanden (mit Angabe des Grundes) oder zurück gezogen haben.

Das Gesamtprüfungsergebnis der einzelnen Hunde ist am Ende der Prüfung den Führern öffentlich bekannt zu geben. Das Zensurenblatt, eine Urkunde für die in die Preise gekommenen Hunde, sowie die Ahnentafeln sind auszuhändigen.

Zuchtprüfung

Die Richter müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie mit ihrer Bewertung über die Zuchttauglichkeit des jeweiligen Hundes entscheiden.

Die Zuchtprüfung stellt hohe Anforderungen an das Wissen und die Erfahrung der Richter.

Die Bewertung, der in den einzelnen Prüfungsfächern gezeigten Leistungen, dient der Feststellung der angewölften jagdlichen Anlagen der jungen Hunde und damit des Zuchtwertes ihrer Eltern. Die Einschätzung der angewölften Anlagen wird durch die von den jungen Hunden in der Arbeit am Wild erworbenen Erfahrungen und durch sinnvolles Führen und Unterstützen durch die Hundeführer begünstigt.

Um Anlagen der jungen Hunde erkennbar zu machen, sind sie in Vorbereitung auf die Anlagenprüfung im allg. Gehorsam abzuführen.

Bei der Einschätzung der angewölften Anlagen und den gezeigten Leistungen, ist auf das Alter des jungen Hundes und des damit verbundenen unterschiedlichen Entwicklungsstandes unbedingt Rücksicht zu nehmen.

Bei Fehlern, die infolge der Passion des jungen Hundes auftreten oder durch fehlerhaftes Führen bedingt sind, ist zu Gunsten des jungen Hundes zu entscheiden.

Lässt sich bei einmaliger Gelegenheit die Arbeit des jungen Hundes nicht beurteilen, so sind ihm mehrere Möglichkeiten zu geben seine Anlagen zu zeigen. Dabei ist die beste Arbeit zu bewerten.

Es müssen für jede Prüfung mindestens 3 Hunde genannt sein.

Der Nachweis der geforderten Anlagenkennziffer (AKZ) für die Fächer Hasenspur,

Wasserfreude und Stöbern kann für Hunde, welche schon einmal auf einer Zuchtprüfung des

Laika- Club e.V. geführt wurden, auch einmalig als Einzelfächer auf einer Zuchtprüfung eines

anderen JGHV-Mitgliedvereins erbracht werden. Von den Richtern erfolgt eine Beschreibung

der Arbeit des Hundes mit einem Notenvorschlag. Diese muss zwecks Anerkennung zum

Prüfungsobmann des LC geleitet werden, der dann auch die Note festlegt.

 

Zur Erfassung weiterer Daten über das Zuchtgeschehen, sind bei den Zuchtprüfungen

zuchtausschließende Mängel festzustellen. Hierzu sind Augen-, Haar- und Gebissfehler,

Knickohren, Knickruten und Pigmentfehler sowie fehlende Hoden festzustellen und zu

dokumentieren.

Begründung:

Diese Daten werden zusammen mit den Ergebnissen der Wurfabnahme, HD- Untersuchung

und den Resultaten der Zuchtschauen in der Zuchtbuchstelle erfasst und geben Aufschluss

über die erfolgten Verpaarungen. Aus diesem Grund sind alle Leistungsrichter auf diesem

Gebiet zu schulen.

 

Durchführung der Prüfung

Der LC bestimmt Termin und Revier der Prüfung.

Vor Beginn der Prüfung hat eine kurze Richterbesprechung stattzufinden, um die Richter auf möglichst gleiche Maßstäbe hinsichtlich der Prüfungsanforderungen abzustimmen. Dieses dient der Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Prüfungsdurchführung und einheitlichen Beurteilung der Hunde. In der Richterbesprechung ist den Richtern die Bedeutung der Prüfung als Zulassungsvoraussetzung für die Zucht zu erläutern. Wenn der Prüfungsleiter kein Richter ist, ist von ihm ein Oberrichter zu benennen.

Bei der Anlagenprüfung können bis sechs Hunde je Gruppe von zwei Richtern geprüft werden.

Die Reihenfolge der Hunde in der Gruppe wird durch Los entschieden. Abweichungen (z. B. Hasenspur) können von den Richtern aus organisatorischen Gründen vorgenommen werden.

Nach jedem abgeschlossenen Arbeitsgang (Prüfungsfach) soll ein Richter der Richtergruppe eine wertende Darstellung unter Bekanntgabe der Benotung der gezeigten Leistung des Hundes gegenüber dem Führer abgeben (offenes Richten). Ab hier beginnt die Einspruchsfrist.

Die Richtergruppe muss zur Schlussbesprechung der Richter die Noten für alle Hunde ihrer Gruppe festgelegt haben. Eine nachträgliche Änderung ist nicht zulässig.

Zur Erfassung weiterer Daten über das Zuchtgeschehen, sind bei den Zuchtprüfungen

zuchtausschließende Mängel festzustellen. Hierzu sind Augen-, Haar- und Gebissfehler,

Knickohren, Knickruten und Pigmentfehler sowie fehlende Hoden festzustellen und zu

dokumentieren.

Begründung:

Diese Daten werden zusammen mit den Ergebnissen der Wurfabnahme, HD- Untersuchung

und den Resultaten der Zuchtschauen in der Zuchtbuchstelle erfasst und geben Aufschluss

über die erfolgten Verpaarungen. Aus diesem Grund sind alle Leistungsrichter auf diesem

Gebiet zu schulen.

Bewertung

Die Richter haben bei der Abschlussbeurteilung der Arbeit des Hundes für die einzelnen Prüfungsfächer entsprechend den gezeigten Leistungen Prädikate festzulegen, innerhalb der Prädikate die Benotung vorzunehmen und diese auf ihren Prüfungszeugnissen einzutragen.

Prädikat

Note

hervorragend

9

sehr gut

7-8

gut

5-6

genügend

3-4

mangelhaft

1-2

ungenügend

0

Die für die einzelnen Fächer erteilten Noten werden mit einer Fachwertziffer (FwZ) multipliziert, deren Höhe der Bedeutung des betreffenden Prüfungsfaches entspricht. Aus dieser Multiplikation ergibt sich die Urteilsziffer. Diese ist gleich der Punktzahl, nach deren Höhe die Einstufung des Hundes erfolgt.

Es ist Aufgabe der Richter, wesensfeste, frühreife, arbeitsfreudige und leichtführige Hunde in der Bewertung den wesensschwachen, arbeitsunlustigen und schwerführigen Hunden voranzustellen. Schussscheue und handscheue Hunde sind von der Weiterprüfung auszuschließen. Sie können die Prüfung nicht bestehen.

Der auf der Prüfung festgestellte Laut ist auf dem Formblatt und er Ahnentafel einzutragen.

In der abschließenden Richtersitzung werden von den Obleuten die erteilten Noten verlesen. Die Benotung, der während einer Prüfung ausgeschiedenen Hunde, ist in der Richtersitzung ebenfalls zu verlesen. Hierbei müssen die betreffenden Richterobleute den Grund nennen, weshalb und in welchem Fach die Hunde ausgeschieden oder durchgefallen sind.

Die Richtersitzung stellt bei dieser Verlesung fest, für welche der drei Preise die vorgeschriebenen Mindestpunktzahlen in den einzelnen Fächern erreicht wurden, welcher Preis also jedem Hund zusteht.

Die in der Richtersitzung für jeden Hund festgestellten Zensuren sind in ein Prüfungszeugnis (Formblatt) einzutragen, welche von 2 Richtern und dem Prüfungsleiter zu unterschreiben ist.

Das Prüfungsergebnis ist von dem Prüfungsleiter mit Ort und Datum in die Ahnentafel des Hundes einzutragen, mit dem Stempel des LC zu versehen und zu unterschreiben.

Der Prüfungsleiter ist dafür verantwortlich, dass diese Eintragung bei allen zur Prüfung angetretenen Hunden, auch bei denen, die die Prüfung nicht bestanden haben, in diesem Fall mit dem Vermerk „ nicht bestanden“ und mit Angabe des Grundes in Worten, erfolgt.

Ein Zurückziehen des Hundes während der Prüfung, außer wegen Verletzung, ist nicht erlaubt und wird als nicht bestanden gewertet. Falls die Ahnentafel eines Hundes nicht vorliegt, dürfen weder Preisbescheinigung und Prüfungszeugnis, noch Geld- oder Sachpreise ausgehändigt werden.

Das Gesamtprüfungsergebnis der einzelnen Hunde ist am Ende der Prüfung den Führern vom Prüfungsleiter öffentlich bekannt zu geben. Die Prüfungszeugnis, eine Urkunde, für die in die Preise gekommenen Hunde, sowie die Ahnentafeln sind auszuhändigen.

Die erreichten Noten in den Fächern Hasenspur, Verhalten am Wasser, Stöberanlage, Führigkeit und Kreistest werden als Anlagenkennziffern (AKZ) in das Prüfungszeugnis und Urkunden gesondert  ausgewiesen.

Berichterstattung

Bei der Jugendprüfung sollte sich die Berichterstattung der Richterobleute auf formularmäßige Angaben beschränken. Der Prüfungsleiter muss innerhalb von drei Wochen einen Gesamtbericht über die Prüfung an den Obmann für das Prüfungswesen des LC einreichen. Dieser muss einen allgemeinen Bericht sowie Informationen über etwaige Vorkommnisse oder Schwierigkeiten bei der Auslegung der Prüfungsordnung enthalten.

Als Anlage sind beizufügen:

  1. die Nennung aller gemeldeten Hunde, auch der nicht erschienenen und der nicht bestandenen
  2. die Kopie der Prüfungszeugnisse der geprüften Hunde
  3. eine Aufstellung der prämierten Hunde in der Reihenfolge ihrer Einstufung

 

Fächer und Mindestbedingungen für die Preise

Mindestnoten:

Prüfungsfächer

I. Preis

II. Preis

III. Preis

FWZ

Hasenspur

6

4

1

5

Verhalten am Wasser

6

4

1

5

Stöberanlage

6

4

1

5

Führigkeit

6

4

1

3

Allgemeiner Gehorsam

6

4

1

1

Schussfestigkeit

Schussfest

Schussempfindlich

Bestanden / nicht bestanden

Kreistest

6

4

1

3

Eine Einstufung der prämierten Hunde innerhalb der Preise findet nicht statt.

Prüfungsfach Hasenspur

Die Arbeit des Hundes auf der Hasenspur wird im Feld geprüft. Der Hund wird auf die Spur des für ihn nicht sichtbaren Hasen angesetzt. Er soll sie schnell annehmen, sich bald fest-saugen und ihr weit folgen. Beim Verlieren der Hasenspur, z.B. beim Wechsel der Vegetation, drückt sich, besonders im Bemühen sie wiederzufinden, der Spurwille aus. Der Spurwille und die Güte der Nase bestimmen die Spursicherheit. Diese wird in der Hasenspurnote mit ausgedrückt. Die ersten 50 m der Hasenspur können am Riemen gearbeitet werden. Der Hund sollte mehrfach Gelegenheit haben, seine Leistungen auf der Hasenspur zu zeigen. Das Halten der Hasenspur wird unabhängig von der Leistungsfähigkeit des Hundes durch Umwelteinflüsse beeinflusst, die berücksichtigt werden müssen. Die beste Arbeit zählt für die Benotung.

Zugelassen ist auch die Arbeit am Fuchs, bei gleicher Bewertung von zwei Noten niedriger gegenüber gleicher Arbeit auf der Hasenspur. Eine volle Benotung erfolgt nur, wenn die Arbeit um mindestens 200 m weiter gebracht wurde als auf der Hasenspur gefordert.

 

Benotungsrichtlinie

Die Note für das Prüfungsfach Hasenspur ist aus der Länge der Arbeit auf der Hasenspur/Fuchsspur unter Berücksichtigung des Schwierigkeitsgrades und der Geländeschwierigkeiten zu bilden. Der mehr oder weniger ausgeprägte Spurwille ist in der Notendifferenz der Längengruppe zu berücksichtigen.

Dabei spielen die Nasenleistung, der Spurwille und die Spursicherheit die wesentliche Rolle bei der Benotung.

Schwierigkeitsgrad

Definition

Schwierigkeitsgrad I
(normale Bedingungen)

normaler Bewuchs, leichter Wind, oberflächige Feuchtigkeit oder Tau

Schwierigkeitsgrad II
(erschwerte Bedingungen)

hoher Bewuchs, starker Wind, Regen, Trocken­heit, unbewachsener Boden

Schwierigkeitsgrad III
(schwierige Bedingungen)

extreme Hitze und Trockenheit, Sturm, strömender Regen, unbewachsenes Abbau­gelände (mineralischer Boden), Bodenfrost

Bewertungshilfe:

Schwierig­keitsgrad

geschätzte Länge der Hasenspur in Meter

100-200

200-300

300-400

über 400

I

1-3

3-5

5-7

7-8

II

2-4

4-6

6-8

9

III

3-5

5-7

7-9

9

Die Längenbewertung der Hasenspur beginnt mit dem Schnallen des Hundes. Der Hundeführer hat nach dem Schnallen des Hundes stehen zu bleiben bis, durch die Richter angezeigt, die Arbeit beendet ist.

Prüfungsfach Verhalten am Wasser

Die Freude an der Wasserarbeit ist frühzeitig zu wecken und zu fördern. Zur Feststellung des Verhaltens am und im Wasser sind stehende oder leicht fließende Gewässer mit freier Wasserfläche, gutem Einstieg und mindestens Schwimmtiefe auszuwählen. Der Hund soll in angemessener Entfernung zum Ufer geschnallt werden. Die Halsung des Hundes ist abzunehmen. Der Hundeführer kann in Ufernähe bleiben (nur nicht im Wasser, sonst Punktabzug). Nach möglichst einmaliger Aufforderung durch den Hundeführer, mit oder ohne Kommando oder aus eigenem Antrieb, soll der Hund das Wasser annehmen und dabei schwimmen. Das Hineinwerfen von Gegenständen  oder Wild (tote Ente) ist erlaubt, dies wirkt prädikatsmindernd.

Nimmt ein Hund aus eigenem Antrieb oder auf einfache Aufforderung das Wasser an, schwimmt und entfernt sich hierbei deutlich vom Hundeführer, ohne weitere Beeinflussung, dann ist diese Leistung als sehr gut – hervorragend zu bewerten. Er kann durch Hineinwerfen von Gegenständen angeregt werden, dann aber höchstens die Note 6 erhalten. Bei Hineinwerfen von totem Wild und Wildattrappen, kann höchstens die Note 4 erteilt werden. Wild und Wildattrappen sind durch den Hundeführer von der Wasserfläche zu entfernen.

Stöbern und Bringen werden nicht gefordert. Beeinflussung durch den Hundeführer mindert je nach der Art und der Häufigkeit die Note.

Hunde die im Wasser laufen, aber nicht schwimmen, können nur die Note 1 erhalten.

Mehrfaches Annehmen des Wassers ist erwünscht, es sei denn, eine Arbeit ist eindeutig.

Haben sich die Richter ihre Meinung gebildet, können sie die Arbeit beenden. Die maximale Prüfungszeit je Hund beträgt 15 Minuten.

Prüfungsfach Führigkeit

Die Führigkeit des Hundes zeigt sich in seiner Aufmerksamkeit gegenüber dem Hundeführer, seiner freiwilligen Unterordnung und Folgsamkeit. Führigkeit ist nicht mit Gehorsam zu verwechseln. Die Führigkeit ist während des gesamten Prüfungsablaufes zu beobachten. Hunde, deren Führigkeit mit wertvollen Eigenschaften, wie weite planmäßige Suche, starkem Spurwillen und hervorragender Arbeitsfreude sowie selbständigem Kontakt­herstellen nachdem die Arbeit beendet ist, gepaart sind, sollten mit einer Note höher bewertet werden. Die Richter haben hierbei die gesamte Prüfung zu beachten und sich am Ende dieser, ein Urteil zu bilden.

Benotungsrichtlinie:

Note

Definition

9

Der Hund hält sehr guten Kontakt zum Hundeführer und ist sehr arbeits­freudig, zeigt eine planmäßige Suche, Spurwillen und hält selbständig Kontakt zum Führer.

6-8

Der Hund hält sehr guten Kontakt zum Hundeführer und ist sehr arbeitsfreudig.

4-5

Der Hund hält guten Kontakt zum Hundeführer ohne wesentliche Beeinflussung bei guter Arbeitsfreude.

1-3

Der Hund kann nur durch starke und/oder fortwährende Einwirkung zum Kontakt­halten gezwungen werden und zeigt mangelnde Arbeitsfreude.

0

Der Hund hält keinen Kontakt zum Hundeführer und versucht sich der Zusammen­arbeit zu entziehen, oder jagt fortwährend selbständig.

Prüfungsfach Allgemeiner Gehorsam

Die Erziehung des Hundes zum Gehorsam bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit vor und nach dem Schuss und ist das Bindeglied zwischen Hundeführer und Hund. Diese Erziehung muss parallel mit der Entwicklung des Hundes laufen. Der Gehorsam während des Prüfungsverlaufs fließt als Teilfach in die Gesamtnote ein.

Zu prüfen sind als 4 Teilprüfungsfächer:

Setzen des Hundes, Leinenführigkeit, Ablegen, Gehorsam während der gesamten Prüfung

Die Hunde sind einzeln zu prüfen.

Diese Teilfächer werden zusammen geprüft. Hierbei geht der Hundeführer mit dem Hunde angeleint ca. 30 m von der Richtergruppe weg. Auf der Strecke hält der Hundeführer mind. 2 Mal inne und lässt den Hund sich auf Kommando setzen. In die Strecke sind auch zwei Haken einzubauen.  Am Ende der Strecke, soll der Hund sich auf Kommando ablegen. Danach entfernt sich der Hundeführer sichtbar für den Hund ca. 15 m und kehrt zum Hund zurück.

Die Leine kann an der Halsung verbleiben.

Der Hund soll die Kommandos möglichst nach einmaliger Aufforderung ausführen, dabei korrekt an der Leine gehen, sich unbeeindruckt zeigen und ruhig verhalten.

Die Gesamtnote Gehorsam wird aus den 4 Teilnoten gebildet.

Prüfungsfach Schussfestigkeit - Feld

Der Hund wird zur freien Suche ins Feld geschickt. Während sich der Hund vom Hundeführer entfernt, gibt der Hundeführer (oder ein Helfer) nach einer Entfernung von ca. 20 - 30m, oder auf Anweisung der Richter, aus jagdlichem Anschlag im Abstand von 5 – 10 Sekunden  2 Schüsse in die Luft ab. Sollte der Hund nach dem ersten Schuss zum Hundeführer zurücklaufen, ist der zweite Schuss nicht abzugeben, sondern der Hund wieder voranzuschicken. Danach ist der zweite Schuss abzugeben, den der Hund möglichst unbeeindruckt hinnehmen soll.

Ein Hund der Schutz im Auto, oder bei anderen Personen als dem Hundeführer Schutz sucht, muss sich vom Hundeführer wieder heranrufen lassen und dann wieder zur Suche geschickt werden. Solch ein Verhalten gilt als schussempfindlich. Ebenso, wie auch eine stark beeindrucket Reaktion (Hund geht geduckt um den Hundeführer herum, Flucht vom Schützen weg), nach der sich der Hund aber durch Kommandos wieder zur Arbeit bewegen lässt (spätestens 1 Minute).

Lässt sich der Hund nicht wieder zur Suche bewegen und löst sich nicht vom Führer, bzw. zeigt er beim zweiten Schuss wieder eine stark beeindruckte Reaktion, gilt er als Schussscheu und ist von der weiteren Prüfung auszuschließen.

Die Schüsse sind mit einer Flinte abzugeben, dessen Kaliber mindestens 20 betragen sollte. Können sich die Richter kein eindeutiges Urteil bilden, könne sie die Abgabe weitere Schüsse zur Beurteilung des Hundes anordnen.

Benotungsrichtlinie:

Schussfest, leicht schussempfindlich, stark schussempfindlich und schussscheu.

Prüfungsfach Kreistest

Der Hundeführer zieht seinem Hund eine ca. 3 m lange Schnur durch die Halsung und hält ihn daran fest. Eine Personengruppe von ca. 12 Personen bildet einen Kreis um Führer und Hund mit einem Radius von etwa 10 m. Auf ein Zeichen des Richters gehen alle Personen zugleich im Schritt zügig zum Zentrum des Kreises und bleiben stehen, wenn sie sich gegenseitig berühren. Der friedliche Charakter der Situation muss gewährleistet sein. Dann übergibt der Führer die durch die Halsung gezogene Schnur einer Hilfsperson des Kreises, die beide Enden festhält. Gegenüber dieser Person öffnet sich der Kreis. Der Hundeführer verlässt den Kreis, um draußen hinter die Person zu treten, die den Hund an der Schnur hält. Bei Ruf oder Pfiff des Hundeführers lässt die Hilfsperson ein Leinenende los. Der Hund soll an der geöffneten Stelle oder durch die Beine einer Hilfsperson den Kreis verlassen und zu seinem Führer laufen.

Der Hundeführer geht mit seinem unangeleinten Hund durch die offene Stelle zurück in das Zentrum des Kreises. Die Helfer dürfen den Hund nicht fixieren oder aggressiv gegen ihn vorgehen.

Erwünscht sind Sicherheit, Furchtlosigkeit und neutrales Verhalten gegen Fremde.

Unerwünscht sind jede Art von Unsicherheit, Angst, übertriebene Mannschärfe und Aggressionen gegen Menschen

Benotungsrichtlinie:

Note

Definition

9

Der Hund durchläuft den Test unbeeindruckt; kontrollierbare Mannschärfe, die auf „Selbstbewusstsein“ und innerer Sicherheit basiert, ist zu tolerieren.

7-8

Der Hund durchläuft den Test ziemlich unbeeindruckt.

4-6

Leichte Unsicherheiten, die aus Rutenhaltung und allgemeinem Verhalten erkennbar sind.

1-3

Der Hund bedarf mehrerer Aufforderungen, um den Kreis zu verlassen bzw. wieder zu betreten, mit deutlicher Unsicherheit.

0

Angstbeißer oder Überschärfe (bösartige Aggression gegen den Hundeführer oder Helfer) oder starke Angst (der Hund wagt nicht, den Kreis durch die Beine der Helfer zu verlassen bzw. ist nur, indem er wieder an die Schnur genommen wird, mit Zwang in den engen Kreis zu bringen).

Prüfungsfach Stöberanlage

Die Stöberanlage des Hundes zeigt sich in dessen passionierter Bereitschaft, sich von seinem Führer zu lösen, in deckungsreiches Gelände einzudringen und dieses ohne Sichtverbindung zum Führer selbstständig abzusuchen. Der Hund sucht ohne Halsung, eine Warnhalsung ist zulässig. Findet er dabei Wild, so soll er dieses auf die Läufe bringen und an diesem arbeiten.  Dabei kommt es zunächst weniger auf die systematische Gründlichkeit der Suche an, als auf deren weitgreifenden Vorwärtsdrang und energischen Schwung. Das Finden von Wild, ist also höher zu bewerten als eine planmäßige Suche. Deshalb dürfen für die Stöberprüfung weder offenes Gelände noch zu kleine Dickungen, gewählt werden (Flächengröße ca. 1ha) Die gleiche Fläche darf nicht am gleichen Tag durch mehrere Richtergruppen genutzt werden, jedem Hund sollte eine neue Fläche zugewiesen werden. Das Fach ist möglichst am Ende einer Prüfung durchzuführen. Der Hundeführer darf seinem Hund in Abstimmung mit dem Richter folgen. Als Stöbergelände eignen sich Schilf, Wald, hohe Feldfrüchte, Ödland mit hohem Bewuchs.

Bewertungskriterien:

  • Geschwindigkeit der Suche
  • Finderwille
  • Selbstständige Suche
  • Weite Suche
  • Einsatz aller Sinnesorgane
  • Kontakt zum Führer
  • Vorhandenes Wild finden

Die Dauer einer sehr guten Arbeit sollte ohne Führerkontakt 5 Minuten betragen. Während der Arbeit soll der Hund innerhalb von 20 Minuten wieder Kontakt zum Hundeführer gesucht haben. Die Richter können die Arbeit beenden, wenn sie sich ein eindeutiges Bild machen können.

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung des Autors Eike Mross

 

Vor etwas mehr als 15 Jahren wollte ich mir meinen ersten eigenen Hund zulegen. In meinem Elternhaus führten wir Deutsch Drahthaar und Alpenländische Dachsbracke. (Text D. Janitzke)

Da ich damals im Lager der Nachsuchenführer unterwegs war, suchte ich gezielt unter den Schweißhunderassen nach einem passenden Hund für mich. Ganz nebenbei wurde ich dabei auf den Laika aufmerksam. Ich beschäftigte mich von da an immer intensiver mit dieser Rasse und je mehr ich über sie in Erfahrung bringen konnte, desto mehr faszinierte sie mich.

Die Entscheidung war gefallen. Wie der Zufall es wollte, las ich in einer Jagdzeitung von einer Wurfankündigung eines Züchters, der Russisch-Europäische Laiki züchtete. Nach einigen Telefonaten mit diesem Züchter, war schnell ein Termin für den Besuch bei den Welpen gefunden. Bei meinem ersten Besuch wurde eine Beziehung aufgebaut, nämlich die Liebe zum Laika, die nunmehr 15 Jahre anhält und mich noch immer an diesen Hund bindet.

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Der Laika ist ein intelligenter und robuster Jagdhund, der bei uns gern für die Drückjagd auf Schwarzwild eingesetzt wird. Außerdem eignen sich die vielseitigen Gefährten aus dem Norden bestens als Familienhunde.

(Text: Anette Feldmann)

Vielleicht hat die Hündin, die 1957 von der Sowjetunion mit dem Satelliten „Sputnik 2“ ins All geschickt wurde, einfach viel gebellt. Das legt zumindest ihr Name nahe – Laika. Der stammt vom russischen Verb „lajatsch“ ab, was „bellen“ bedeutet. Allerdings war die Weltraumpionierin wahrscheinlich ein Terrier-Husky-Mischling und hatte mit der Jagdhundrasse der Laiki wenig Gemeinsamkeiten.