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Wer bereits in Rußland oder Skandinavien auf Elch und Bär gejagt hat, dem sind die Laiki ein Begriff. Daß ein erfolgreiches Waidwerken mit diesen Vierläufern auch in unseren Revieren möglich ist, bestätigen die umfangreichen Erfahrungen eines deutschen Rüdemanns mit dieser Jagdhundrasse.

Der Name Laika stammt vom russischen "Lajati" und bedeutet wörtlich übersetzt "Beller". Die Heimat der Laiki ist Rußland. Ausgrabungen zufolge wurden Skelette des Spitzhundetypen bis in die Steinzeit zurück datiert. Der Laika ist demzufolge eine der ältesten und ursprüng lichsten Hunderassen, die unmittelbar vom Wolf abstammen. Selektiert wurde er auf natürliche  Weise je nach den jeweiligen Lebensverhältnissen. Seit Urzeiten mußten die Hunde den harten Anforderungen des Menschen und denen des kalten Sibiriens gewachsen sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vier Rassestandards bestätigt sowie 1980 im Federation Cynologie Inter-national (FCI) aufgenommen: West-Sibirische Laika (WSL), Ost-Sibirische Laika (OSL), Russisch-Europäische Laika (REL) und Karelo-Finnische Laika (KFL). Letzterer ist auch bekannt als Karelischer Bärenhund.

Hunderassen und deren Eigenarten sind und bleiben Geschmackssache

von Dr. Bernhard Landes

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von "Wild und Hund", der wir an dieser Stelle Dank sagen möchten!
 
In der Literatur wird über Laiki angegeben, daß sie zu der ältesten Gruppe der Jagdhunde gehören. Als "Heimat" wird der nördliche bewaldete Teil Europas und Asiens benannt. Über große Zeiträume wurden diese Hunde relativ "unorganisiert gezüchtet". Eine natürliche Auslese war der bestimmende Zuchtfaktor. Hunde, die bei der Jagd keine oder nicht ausreichende Leistungen zeigten, wurden früher als Schlittenhunde eingesetzt oder sie dienten der Fellgewinnung. Mit der organisierten, durch den Menschen gesteuerten Zucht dieser Hunde wurde erst im Jahre 1947 gezielt begonnen. Zu diesem Zeitpunkt unterschied man vier Hauptgruppen:

 

A. Woilotschnikow

Über die Aufgaben der russischen Laika-Rassen


Von alters her ist Russland wegen seines Reichtums an Pelztieren berühmt. Bälge von Eichhörnchen, Marder, Zobel, Fuchs und anderen wurden immer sehr geschätzt. Die wertvollsten erbeuteten die Jäger in den Taiga-Wäldern des europäischen Nordens und Sibiriens. Dies geschah vor allem mit Hilfe der Laikas, der Jagdhunde in der nördlichen Waldzone Eurasiens.

A. T.  Woilotschnikow

Schon in früheren Jahrhunderten war der Zobel aufgrund seines außergewöhnlich seidigen Balges sehr begehrtes Pelzwerk. Die starken Nachstellungen dezimierten seinen Besatz so sehr, dass 1935 die Jagd ganz eingestellt wurde. Später war sie Kontrollen unterworfen und gleichzeitig bemühte man sich, den Zobel wieder anzusiedeln. Über die heutige Jagd mit Laikahunden in der sibirischen Taiga informiert dieser Bericht.